Inhaltsverzeichnis
62 % der Eltern in Deutschland finden neue Formen der Leistungsbewertung notwendig.
60 % der Schüler:innen geben an, sich besser mit KI auszukennen als ihre Lehrkräfte.
52 % der Schüler:innen fühlen sich durch die Schule nicht ausreichend auf die Berufswelt vorbereitet.
74 % der Lehrkräfte bevorzugen simulationsbasierte Leistungsbewertungen gegenüber traditionellen Tests.
75 % der Lehrkräfte erhalten keine Fortbildung zu KI.
47 % der Schüler:innen werden laut Lehrkräften von Fehlinformationen beeinflusst.
Nur 23 % der deutschen Schulen verfügen über zentrale Regeln zur KI-Nutzung.
41 % der Lehrkräfte kritisieren die Fixierung auf Auswendiglernen.
33 % der GoStudent-Schüler:innen nutzen Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT).
Die Digitalisierung prägt mittlerweile alle Lebensbereiche – auch das deutsche Schulsystem, das seit Jahren einen beschleunigten Wandel erlebt. Besonders der Aufstieg der künstlichen Intelligenz (KI) verändert Unterrichtsgestaltung, Lernalltag und Leistungsbewertung grundlegend. Was 2022 noch als experimenteller Trend begann, ist 2025 fest im schulischen Alltag verankert.
Lernplattformen, KI-basierte Tutoring-Systeme und automatische Bewertungsverfahren haben innerhalb kurzer Zeit neue Strukturen geschaffen. Lehrkräfte, Eltern und Schüler:innen sehen sich damit sowohl neuen Chancen als auch realen Herausforderungen gegenüber – ein Wandel, der datenbasiert nachvollziehbar ist.
Der „GoStudent Bericht zur Zukunft der Bildung 2025“ liefert dafür zentrale Zahlen. Mit 5.859 Befragten aus Deutschland bildet er die Grundlage für viele der folgenden Statistiken und Analysen.
Die Einführung von KI führt zu einem Paradigmenwechsel in der schulischen Leistungsbewertung. Klassische Prüfungsformate verlieren an Bedeutung, während kompetenzorientierte, flexible Modelle an Relevanz gewinnen.
62 % der Eltern sehen klassische Noten nicht als realistische Abbildung der Fähigkeiten ihrer Kinder.
Fast zwei Drittel der Befragten nennen simulationsbasierte Leistungsbewertungen als Schlüssel zur Modernisierung.
41 % der Lehrkräfte kritisieren die Fixierung auf Auswendiglernen.
34 % der Lehrkräfte nennen Stress als Schwäche klassischer Prüfungen.
26 % kritisieren eine eingeschränkte Kompetenzmessung traditioneller Tests.
22 % bemängeln mangelnden Realitätsbezug.
Der Markt für KI-Anwendungen in deutschen Schulen hat sich seit 2021 verdreifacht.
Nur 23 % der Schulen verfügen über zentrale KI-Regelungen.
KI-gestützte Bewertungsmethoden – etwa adaptive Testsysteme, automatische Korrekturen oder simulierte Prüfungsumgebungen – ermöglichen differenzierte Kompetenzmessungen. Während klassische Prüfungen oft auswendig gelerntes Wissen abfragen, fördern KI-Werkzeuge die Bewertung komplexer Fähigkeiten wie Problemlösung und Kommunikation.
Lehrkräfte sehen zugleich Potenzial zur Entlastung, da Routineaufgaben automatisiert werden können. Dennoch bleibt Skepsis bestehen: Trotz Produktivitätsgewinnen beurteilt die Mehrheit der Lehrkräfte die Rolle der KI weiterhin kritisch.
Individuelle Förderung ist einer der größten Vorteile KI-basierter Bewertungsmethoden. KI kann Lernstände langfristig beobachten, Stärken erkennen und vielfältige Kompetenzprofile erstellen.
62 % der Befragten fordern neue Beurteilungsformen, damit individuelle Fähigkeiten sichtbar werden.
74 % der Lehrkräfte halten simulationsbasierte Assessments für effektiver als traditionelle Prüfungen.
75 % der Lehrkräfte erhalten keine Fortbildungsangebote zu KI.
60 % der Schüler:innen kennen sich laut Studie besser mit KI aus als ihre Lehrkräfte.
Kinder lernen laut GoStudent-Daten mehr über KI in Social Media als in der Schule.
33 % der GoStudent-Schüler:innen nutzen Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT).
Simulationsbasierte Prüfungen führen Lernende näher an realitätsnahe Situationen heran und ermöglichen eine umfassendere Messung praktischer Kompetenzen. KI kann neben Fachwissen auch Teamarbeit und Interaktionsmuster analysieren – bisher kaum abgedeckte Bereiche.
Für Kinder mit Lernschwierigkeiten, Sprachbarrieren oder besonderen Begabungen bieten individualisierte Verfahren faire Chancen. Gleichzeitig zeigt die Fortbildungsquote der Lehrkräfte, dass die praktische Umsetzung hinter der theoretischen Entwicklung zurückbleibt.
Der KI-gestützte Wandel bringt nicht nur Vorteile, sondern auch relevante Risiken mit sich – insbesondere in den Bereichen Datenschutz, Fehlinformationen und algorithmische Fairness.
52 % der Eltern fühlen sich unsicher im Umgang mit neuen Technologien – inklusive KI.
47 % der Lehrkräfte berichten, dass Schüler:innen durch Fehlinformationen beeinflusst werden.
36 % der Lehrkräfte beobachten Auswirkungen von Falschnachrichten auf interkulturelle Offenheit.
31 % der Familien sehen negative Auswirkungen auf Werte und Einstellungen ihrer Kinder.
Nur 23 % der Schulen haben zentrale Regeln zur KI-Nutzung.
35 % der Lehrkräfte müssen selbst entscheiden, wie sie KI einsetzen.
Fehlinformationen zählen zu den sichtbarsten Risiken. KI kann sowohl zum Aufklären als auch ungewollt zum Verbreiten von falschen Informationen beitragen. Bildungsinstitutionen benötigen daher digitale Schutzmechanismen und klare Richtlinien.
Ethische Fragen bleiben zentral: Während Algorithmen mathemische Kompetenz verlässlich beurteilen können, ist unklar, wie gut sich Kreativität oder soziale Kompetenz algorithmisch messen lassen.
Die Zukunft der Leistungsbewertung in Deutschland wird voraussichtlich hybrid: KI unterstützt Lehrkräfte, ersetzt sie jedoch nicht. Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf Soft Skills.
88 % der österreichischen Lehrkräfte erhalten keine KI-Ausbildung (vergleichbare Tendenz in Deutschland).
Zwei Drittel der Eltern halten Soft Skills in der KI-Zukunft für besonders wichtig.
Bei GoStudent lernen 125.000 Schüler:innen an rund 900 Standorten in hybriden Modellen.
53 % der Kinder glauben, dass Roboter bis 2050 Teil des Schulalltags sein werden.
Hybride Modelle, die Online- und Offline-Lernen kombinieren, gewinnen deutlich an Bedeutung. KI ermöglicht dabei die Anpassung von Lernwegen und Prüfungsformaten sowie transparente Rückmeldungen für Eltern und Lehrkräfte.
Soft Skills rücken immer stärker in den Mittelpunkt, da sie im digitalen Wandel entscheidend bleiben. Simulationen, Gruppenaufgaben und adaptive Lernumgebungen können diese Kompetenzen besser erfassen.
Die Integration von KI in die schulische Leistungsbewertung ist ein fortschreitender, unumkehrbarer Prozess. Die Mehrheit von Eltern, Schüler:innen und Lehrkräften in Deutschland wünscht neue, innovative Bewertungsformen und steht klassischen Prüfungen zunehmend kritisch gegenüber.
Für eine faire und transparente Nutzung von KI müssen rechtliche, ethische und didaktische Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden. KI kann Lehrkräfte nicht ersetzen, aber ihre pädagogische Arbeit gezielt unterstützen – insbesondere durch individualisierte Diagnostik und simulationsbasierte Leistungserfassung.
Hybride Modelle, die digitale und analoge Methoden verbinden, erweisen sich als zukunftsfähig und flexibel.
Die Entwicklung der KI als Schlüsseltechnologie im deutschen Bildungssystem steht erst am Anfang. Der „GoStudent Bildungsreport 2025“ zeigt deutlich: Eltern, Lehrkräfte und Schüler:innen sind offen für Veränderung, wünschen aber Transparenz, Verantwortung und pädagogische Kontrolle. Die Schule der Zukunft wird durch innovative Leistungsformate, Soft-Skill-orientierte Ansätze und hybride Strukturen geprägt sein.
Jeder Zahlenwert im Artikel basiert auf verlässlichen Quellen und Studien. Die wichtigsten Statistiken stammen aus dem aktuellen GoStudent Bildungsreport 2025.