Die meisten Arabischkurse scheitern am selben Punkt: Sie beginnen mit Grammatiktabellen und enden mit Schülern, die Regeln aufsagen können, aber keinen Satz sprechen. Ich gehe den umgekehrten Weg — den Weg, den Ibn Khaldun schon vor sechshundert Jahren beschrieben hat: Sprache ist eine malaka, eine verinnerlichte Fertigkeit. Sie entsteht nicht durch Regelwissen, sondern durch zwei Dinge: Einpräge...
Die meisten Arabischkurse scheitern am selben Punkt: Sie beginnen mit Grammatiktabellen und enden mit Schülern, die Regeln aufsagen können, aber keinen Satz sprechen. Ich gehe den umgekehrten Weg — den Weg, den Ibn Khaldun schon vor sechshundert Jahren beschrieben hat: Sprache ist eine malaka, eine verinnerlichte Fertigkeit. Sie entsteht nicht durch Regelwissen, sondern durch zwei Dinge: Einprägen (al-?if?) und Gebrauch (al-isti?mal).
Konkret heißt das: Vom ersten Tag an arbeiten wir mit echter Sprache — kurzen, schönen, wiederholbaren Texten und Wendungen, die man sich merkt und sofort verwendet. Grammatik kommt nicht zuerst, sondern dann, wenn sie eine Frage beantwortet, die der Lernende bereits hat. So wird sie zur Erklärung statt zur Hürde.
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